Von Geschlossenheit keine Spur

Auszeit Handballstiere

Trotz zweier Auszeiten gelang es nicht, den Stiere das Selbstbewusstsein des Hinspiels (Foto) zu geben. Archivbild: Dietmar Albrecht

Mecklenburger Stiere unterliegen in Ludwigsfelde blamabel mit 35:27

Was ist los mit den Handballstieren? Diese Frage müssen die Verantwortlichen im Verein schnellstens mit der Mannschaft beantworten. Nach dem Unentschieden bei Blau-Weiß schmerzt die Niederlage in Ludwigsfelde. Statt vier Punkte zu gewinnen, lassen die Schweriner drei Zähler liegen. Der Matchplan sah anders aus.

Die ersten zehn Minuten lief die Partie in Ludwigsfelde ganz ordentlich. Die Stiere hatten zu diesem Zeitpunkt sieben gute Würfe eingenetzt, mussten aber nur vier Bälle aus dem eigenen Kasten holen. Ganze zwei Minuten später stellten die Gastgeber den Ausgleich her (7:7) und machten sich bereit, ihre Kontrahenten nicht enteilen zu lassen. Bis zur 20. Minute wogte die Partie hin und her (12:12). Dann verfielen die Schweriner in den gleichen Trott wie in der Vorwoche. „Jeder agierte für sich. Da war von Mannschaft nicht mehr so viel zu sehen“, konstatierte Headcoach Michael Gutsche. Er musste zusehen, wie seine Mannschaft förmlich auseinander fiel. Keiner hielt sich an den Plan, wenn doch, mutete es an, als wäre es der eigene Trip… Einzelaktionen, die nicht teamdienlich waren, keine Bereitschaft, füreinander einzustehen oder die Verantwortung an sich zu reißen, wenn genau dieser Mut gefragt ist. Mit dem Halbzeitstand 18:15 ging es, was keiner ahnen konnte, noch schmeichelhaft in die Kabine.

Auch im zweiten Durchgang trug das Bemühen, das Ruder nochmal rumzureißen, keinen ordentlichen Erfolg. „Spieler nahmen sich falsche Aktionen. Wenn gut gespielt wurde, ließen die Torhüter die Chancen aus und auch die Abwehr trug wenig zur Änderung bei“, musste Michael Gutsche attestieren. Mancher Pfiff tat das seine und heizte die Situation zusätzlich auf, ohne jedweden Ausschlag auf die Begegnung. „Das Spiel der Stiere hat einfach nicht funktioniert!“ lautete die bittere Erkenntnis beim Schlusspfiff. Bis dahin hatten die Mecklenburger Stiere sogar mit elf Toren zurückgelegen (35:24, 57.)

Die Analyse wird unbequem. „Ich kann meinen Jungs zugute halten, dass der Februar nicht optimal geplant war. Wir haben den Spielrhythmus verloren. Zudem gibt es verletzungsbedingt wenig Alternativen für Wechsel im Rückraum. Aber das allein ist es nicht.“ Der Gesprächsbedarf ist demnach groß. Für einen grandiosen Auftritt, wie ihn die Fans im Heimdomizil der Handballstiere kennen und am Sonntag (15. März) gegen Cottbus auch erleben wollen, müssen die Männer schnellstens wieder zusammenfinden.

Raatz, Sarrach – Runge 8/3, Wolf 2, Präckel, Ivanytsia 2, Leśniak 2, Lübbert 2, Finkenstein, Wagner 5, Kortstegge 2, Christ, Schwaß 4, Gieratz

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