„STIER des Spiels“ mit überzeugendem Auftritt wurde Janis Sarrach. Foto: Dietmar Albrecht
Mecklenburger Stiere erzielen 27:27 gegen HSV Insel Usedom
Das war wieder eine sehr enge Kiste: Die Handballstiere gaben am Sonntagnachmittag ordentlich Gas, setzten sich ab und konnten am Ende doch nur einen Punkt behalten: Mit dem 27:27 (13:12) festigen sie Tabellenplatz 6. Es war allerdings mehr drin, die Fehlerzahl darf gern kleiner werden.
Schon beim Warm-up waren sie deutlich zu vernehmen. Die Schweriner Handballmänner gingen gut vorbereitet und lautstark motiviert ins Derby gegen die Insulaner. Allen war klar, dass die Partie gegen körperlich äußerst robuste Usedomer kein Zuckerschlecken wird. Die Handballstiere setzten auf eine solide Abwehr und konnten auf einen sehr gut aufgelegten Janis Sarrach zwischen den Pfosten zählen. Die Begegnung lief knapp zehn Minuten ausgeglichen und etwas schleppend, bis die Gäste erstmals ihren Anspruch auf Erfolg an der Anzeigetafel sichtbar machten (3:4, 9.).
Die Stiere ließen das nicht auf sich sitzen, machten allerdings ein paar Fehler (zu viel). Nach vorn bremste nicht nur die Körperlichkeit, sondern ein bisschen auch die Cleverness der Gegner, denen der Erfolg überwiegend nur über Konter und erzwungene Würfe gelang. Mit lautstarker Unterstützung von den Rängen konzentrierten sich die Schweriner auf ihr Spiel, zwangen die Gäste nach 20 Minuten in die Auszeit (9:7) und nahmen die Partie mehr und mehr in die Hand. Erfreuliche Stationen dabei 11:8 (23.) und 13:10 (27.). Mit doppelter Unterzahl (eine Zeitstrafe wegen eines Wechselfehlers) konnten die Hausherren aber nur ein Tor Vorsprung in die Kabine retten. Immerhin. „In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft“, konstatiert Headcoach Michael Gutsche.
Die zweite Runde lief zunächst noch hoffnungsvoll an. Doch dann nahm die Fehlerzahl wieder zu, das Glück war den Männern nicht wirklich hold: verfehlte Pässe, „abgestandene“ Abschlüsse, falsche Entscheidungen: Die Stiere kämpften – auf der Platte und auf der Bank. Bis zur 47. Minute beim Stand von 18:18 schien der Heimsieg drin. Der folgende Schlagabtausch schraubte den körperbetonten Ansatz dieser Partie noch einmal in die Höhe. Die Chance auf zwei Punkte war immer noch zum Greifen nah. „Am Ende muss man mit dem Remis zufrieden sein. Wir hätten aber auch beide Punkte mitnehmen können“, so der Headcoach.
Und das war der eigentliche Plan, weil die Schweriner nach einer nicht so tollen Phase Richtung Saisonschluss noch einmal Fahrt aufnehmen wollen. Geschenkt wird ihnen dabei gar nichts: Am kommenden Woche geht es zu OSF nach Berlin, dann folgt das letzte Heimspiel – noch ein Derby gegen Empor II am ersten Mai-Sonntag. Den krönenden Ligaabschluss bildet die Auswärtspartie beim Tabellenführer und Ligaprimus Werder am 9. Mai. (ba)
Sarrach, Raatz – Runge 2, Fröbel, Wolf 4, Ivanytsia 2, Leśniak 4, Lübbert 3, Finkenstein 1, Grabow, Wagner 7/2, Kortstegge 3, Müller 3, Christ, Schwaß 2, Gieratz