Mecklenburger Stiere legen Durchmarsch hin

Yannick Raatz parierte ein Ding nach dem anderen und erreichte eine Traumquote von über 50 Prozent. Foto Dietmar Albrecht

Die Mecklenburger Stiere haben den Samstagabend mit etwas Glanz versehen. In eigener Halle bezwang die Mannschaft des Trainergespanns Michael Gutsche und Wolfgang Heuer den Ludwigsfelder HC mit 33:16 (14:5) und zeigte eine weitgehend konzentrierte, in Offensiv- und Defensivarbeit sehenswerte Leistung. Diese wurde von 482 begeisterten Zuschauern gefeiert.

Die Gastgeber wollten es wissen. Die Stiere standen kompakt in der Abwehr, zwangen die Gäste zu schwierigen Abschlüssen und nutzten ihre eigenen Chancen konsequent. Nach 14 Minuten war die Torausbeute mit sieben Treffern insgesamt noch recht mager, allerdings gab es auf Seiten der Gastgeber nichts zu bemängeln: Sie führten 7:0. Die Rand-Berliner fanden kaum Mittel gegen die Schweriner Defensive und scheiterten zudem zwei Mal von der Straflinie.
Michael Gutsche befand, dass von vorne bis hinten und gleichermaßen vorne und hinten ziemlich viel gut lief. „Die Jungs haben eine Menge umgesetzt von dem, was wir uns vorgenommen hatten.“ Das galt insbesondere für ein Plus an Geduld, welche den Stieren nicht immer vergönnt ist. Besonders Torhüter Yannick Raatz kam gut in die Partie und nahm die Arbeit seiner Abwehr dankend an. Er sollte im Laufe dieses Spiels zur Höchstform auflaufen.
Nach ihrer ersten Auszeit kamen die Gäste zwar besser ins Spiel und verkürzten auf 3:9. Die Stiere zeigten sich unbeeindruckt, warteten mit hoher Intensität auf und legten nach. Mit einer für modernen Handball eher ungewöhnlichen14:5-Führung ging es in die Kabine.

Auch nach Wiederanpfiff änderte sich das Bild nur wenig. Die Gäste mühten sich, erzielten jedoch nur Ergebniskosmetik. Tim Schwaß stieg ins Geschehen ein und suchte die Verantwortung im Abschluss. Das gelang ihm passabel. In vergleichsweise kurzer Zeit netzte er sieben Mal ein und half seinem Team, den Vorsprung kontinuierlich wachsen zu lassen. Es blieb bei sehenswerter Abwehr und auch der Torhüter der Stiere ließ nicht nach. In der Schlussminute machte Niklas Kortstegge mit seinem achten Treffer den Sack zu. Der 33:16-Erfolg war mehr als gerechtfertigt. Zur guten Defensive brachten die Gastgeber auch eine anständige Chancenverwertung auf die Platte. In Summe bringt das Resultat die Mecklenburger Stiere auf Platz 3 der Tabelle.

„Stier des Spiels“ beim beliebten Zuschauer-Ranking wurde übrigens – man ahnt es bereits – Yannick Raatz mit 83,02 Prozent der abgegebenen Stimmen. Glückwunsch, Raatzer, zu 20 Paraden und einer Quote von über 50 Prozent – grandios! Die nächste Partie ist erneut ein Heimspiel, dann geht es – wieder am Familien freundlichen Sonntagnachmittag um 16 Uhr – gegen die TSG Lübbenau 63, die aktuelle auf Rang 11 der Tabelle platziert ist. Barbara Arndt

Raatz, Sarrach – Runge 5, Wolf 5/2, Präckel 1, Lübbert, Kortstegge 8, Müller 2, Grabow 2, Sickert 2, Schwaß 7, Åtting 1

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