Besserer Auftritt kam zu spät

Zwei Timeouts in Halbzeit 1 langten nicht, um die Stiere frühzeitig wieder in die Spur zu bringen. Archivfoto: Dietmar Albrecht

Mecklenburger Stiere unterliegen HSV Insel Usedom 40:37 (20:15)

Das war nichts, zumindest in der ersten Halbzeit. Nach einem brauchbaren Einstieg bis zur 12. Minute (7:6) stiegen Handballstiere offensichtlich aus dem Spiel aus. In sieben Minuten gestatteten sie ihrem Gastgeber in der lautstarken Pommern-„Hölle“ in Ahlbeck einen 7:0-Lauf (13:6, 19.). Die Insulaner traten erwartungsgemäß robust auf, präsentierten eine gute junge Verstärkung im Tor und ließen einfach nichts anbrennen. Die Schweriner Handballer brachten hingegen zu viele technische Fehler in den Spielverlauf ein, ließen den Zug zum Tor vermissen und taten sich in der Abwehr schwer. Es gelang Trainer Michael Gutsche trotz zweier Auszeiten nicht, die Mannschaft in die Spur zu bringen. Der Halbzeitstand von 20:15 entsprach so gar nicht den Hoffnungen, welche die Stiere an diese Spitzenpartie geknüpft hatten.

Nach der Kabinenansprache von Michael Gutsche sah die Welt dann schon anders aus. Die Stiere packten ordentlich zu, erschwerten den Hausherren den Weg zum Tor. Selbiges hatten nun die Schweriner auf der anderen Seite besser im Blick. In fünf Minuten glichen sie den Spielstand aus (21:21, 37.). Erneut war Malte Runge, mit zwölf Treffern erfolgreichster Werfer der Schweriner Mannschaft, sicher an der Straflinie und verwandelte seinen vierten Siebenmeter.
Die Schweriner, nun endlich in der Partie angekommen, gaben den mitgereisten Fans Hoffnung auf einen positiven Ausgang der Partie. Doch eine Viertelstunde vor Abpfiff ließen sie sich erneut die Butter vom Brot nehmen. Usedom zeigte mehr Biss und den Willen, die Position hinter dem ungeschlagenen Tabellenführer LHC Cottbus zu festigen. Das gelang am Ende, weil die Gäste den Anschluss nicht mehr herstellen konnten.

Die neue Woche beginnt mit Dingen, die auszuwerten sind. Weiter geht es dann mit der Vorbereitung auf das nächste Heimspiel. Am Sonntag empfangen die Handballstiere die Mannschaft der SG OSF Berlin. Anpfiff in der Sporthalle Hamburger Allee 240 ist um 16 Uhr.

Raatz 1, Sarrach – Runge 12/4, Fröbel, Wolf 2, Präckel 3, Ivanytsia, Leśniak 4, Lübbert 2, Kortstegge 3, Müller 3, Schwaß 3, Åtting 4

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