Malte Runge rief erneut eine starke Leistung ab. Archivbild: Dietmar Albrecht
Nach starkem Start der Handballstiere bleiben die Punkte beim 29:28 (13:14) in Rostock
Ist es die Halle? Ist es die Mannschaft? Ist es der Druck, den das Empor-Derby erzeugt? Irgendwie scheint den Mecklenburger Stiere die junge Mannschaft der Hansestadt nicht zu liegen. Nach zwei verlorenen Spielen in der vergangenen Saison unterlagen die Schweriner am Samstagabend zu später Stunde erneut und zwar denkbar knapp mit 28:29 (14:13). Das schmerzt besonders, weil die Gäste einen sauberen Start hingelegt hatten. Sie führten zwischenzeitlich mit vier Toren. Malte Runge sorgte schnell für Treffer und damit den guten Einstieg seiner Mannschaft. Bis zur Halbzeit (13:14) hatte er bereits fünf Mal eingenetzt. Da die Rostocker ihren Gästen auf den Fersen blieben, war die Partie zu diesem Zeitpunkt komplett offen.
Die Hausherren kamen offensichtlich besser aus der Kabine. Sie nutzten eine kleine Schwächephase der Stiere und gingen in kurzer Zeit 18:15 in Führung. Die Partie nahm an Intensität zu, die Rostocker Youngster wollten nichts anbrennen lassen und zogen auf 25:20 davon. Sie hatten jedoch nicht mit dem Kampfgeist der Stiere gerechnet: Über Bahne Lübbert, Ole Präckel und Jonathan Åtting setzten sie ihre Aufholjagd in Gang. Neuzugang Jesse Sickert verkürzte zum 27:25 (54.) und läutete eine umkämpfte Schlussphase ein, in der Kapitän Niklas Kortstegge den Anschlusstreffer lieferte (28:27, 59.). Eine zu diesem Zeitpunkt bedauerliche Zeitstrafe für Jonathan Åtting mit Strafwurf für die Hanseaten gewährte diesen erneut einen 2-Tore-Vorsprung. Tim Schwaß korrigierte in der Schlusssekunde zum 29:28.
Trotz weitgehend starker Leistung verpassen es die Schweriner, im zweiten Spiel der Saison ihr Punktekonto aufzupolieren. Am kommenden Sonntag, 20. September, laden die Mecklenburger Stiere dann wieder zum Heimspiel ein. Dieses Mal am familienfreundlichen Sonntag um 16 Uhr. Zu Gast ist das Team der Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 aus Berlin.
Raatz, Sarrach – Runge 5/2, Fröbel, Wolf 2, Präckel 1, Lübbert 5, Fick, Kortstegge 5/1, Müller 2, Grabow, Sickert 3, Schwaß 3, Åtting 2