Mecklenburger Stiere gewinnen mit 38:24 (16:9) beim HC Vorpommern-Greifswald
Die Favoritenrolle war den Handballstieren am Samstagabend klar zugeordnet. Sie überzeugten in Greifswald mit Tempo sowie guter Abwehr- und Torhüterleistung. Nicht zu stoppen waren aus der Außen- oder Rückraumposition unsere Linkshänder Malte Runge und Daniel Leśniak sowie Miká Fröbel. Allein diese drei Stiere warfen so viele Tore wie die Gastgeber insgesamt.
Die Aufsteiger-Mannschaft aus Greifswald hat nach wie vor mit zahlreichen verletzungsbedingten Ausfällen zu tun. Insbesondere im Rückraum und im Tor fehlen etatmäßige Akteure, die zum Klassenerhalt beitragen sollten. Insofern wollten die Gastgeber viel, konnten ihrem Anspruch allerdings nicht gerecht werden. Die Mecklenburger Stiere boten nämlich zu keinem Zeitpunkt Gelegenheit zur Annahme, dass die beiden Punkte Schwerin nicht erreichen würden. Im Gegenteil: Im einem Start-Ziel-Durchmarsch bauten die Gäste ihre Führung auf, gingen mit sieben Toren Vorsprung in die Kabine (9:16) und verließen letztlich mit einem Plus von 14 Treffern die Platte (24:38).
Vor allem im defensiven Bereich forderte die junge Greifswalder Mannschaft die erfahrenen Schweriner das eine und andere Mal. Mit einer größeren Effektivität im Angriff hätten die Hausherren das Ergebnis schmeichelhafter ausfallen lassen können. Doch sie standen viel zu oft vor einer Schweriner Abwehrwand. Bot sich mal eine Chance zum Wurf, traf der Ball aus gegnerischer Hand den Pfosten oder wurde von einem gut aufgelegten Janis Sarrach spielend pariert.
Im Gegenzug setzten die Schweriner auf Tempo, agierten druckvoll und brachten so manches Mal den Ball schelmisch im Netz unter. Schnelle Mitte, aufmerksam in der Aktion und trotz gebotener Härte immer fair im Umgang zogen die Stiere auf und davon. Die Zahl eigener Fehler bleibt dennoch ein Punkt, der Augenmerk verdienen muss.
Nach einer kurzer Ferienpause gastieren die Mecklenburger Stiere am 28. Februar bei Blau-Weiß Berlin und eine Woche später (7. März) in Ludwigsfelde. Matchday zu Hause ist dann am 15. März im Spitzenspiel gegen den LHC Cottbus. (ba)
Raatz, Sarrach – Runge 11/4, Fröbel 6, Präckel 1, Ivanytsia 4, Leśniak 7, Finkenstein, Wagner 3, Kortstegge 2, Müller, Schwaß 3, Gieratz 1