Aufsteiger besiegt!

Yannick Raatz riss das Ruder rum und trug mit seinen Paraden in der zweiten Halbzeit zum Gewinn des letzten Saisonspiels bei. Archivfoto: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere ringen HV GW Werder zwei Punkte ab und gewinnen 32:34 (20:16) Die Mecklenburger Stiere können Highlightspiele. Das haben sie mit dem Sieg gegen den aktuellen Meister und Aufsteiger HV Grün-Weiß Werder erneut gezeigt. Das besondere daran: Es war kein Durchmarsch. Vielmehr konnten die Männern den Spieß umdrehen und am Ende mit 34:32 gewinnen. Die Mecklenburger Stiere bringen ihre Saison versöhnlich zu Ende. Der Sieg beim Meister und Aufsteiger in Werder ändert zwar nichts mehr am sechsten Tabellenplatz. Dennoch haben die Schweriner Männer um Headcoach Michael Gutsche noch einmal aufgetrumpft und bewiesen, dass sie auch in vermeintlich schwierigen Situationen die Nerven behalten und den Teamgeist beschwören können. Eine Niederlage gegen den Tabellenführer, der sich ausgerechnet am letzten Spieltag gegen die Schweriner den ersten Punktverlust in eigener Halle einfing, wäre akzeptabel gewesen. Vielleicht brauchen die Jungs einfach den Druck, gegen Spitzenreiter zu spielen, um über ihre Grenzen zu gehen. Zwei großartige Partien gegen den Tabellenzweiten aus Cottbus sprechen ebenfalls dafür. Doch zum Spiel am Samstag. Das fing gar nicht so erfolgversprechend an. „Wir sind nicht gut reingekommen in die Partie“, räumt Michael Gutsche ein. Die Hausherren übernahmen das Ruder und setzten sich sukzessive ab (10:5, 12.; 13:8, 20.). Die Worte des Trainers in der Auszeit fruchteten nicht. Im Verlauf konnten die Gäste Boden gut machen (16:14, 25.) – sehr wichtig für die Motivation. Bis zum Kabinengang holten sich die Werderaner jedoch ihren komfortablen Vorsprung zurück (20:16). Der wuchs sogar noch weiter an: Beim 27:22 (40.) rief Michael Gutsche seine Stiere erneut zu sich. Diesmal erreichte die Botschaft ihre Adressaten. Das Spiel bekam eine Wendung. Zehn Minuten später hatten die Handballstiere beim 29:29 den Ausgleich erzielt. Die erste Führung, abgesehen vom Auftakttor von Matti Wagner in der ersten Spielminute, folgte in der 53. Minute. Fortan hatten die Mecklenburger Stiere Oberwasser. Malte Runge erhöhte in der 56. Minute mit seinem zwölften Treffer gar zum 30:33. Der, vor allem durch eine deutlich bessere Performance in den letzten 20 Minuten errungene Gewinn beider Punkte beim Spielstand von 32:34 geht mehr als in Ordnung. Ein letztes Mal durften sich die Stiere in dieser Saison in der Regionalliga Ostsee-Spree gebührend feiern. Auf geht’s zum Promo-Spiel in LeezenAm Dienstag, 12. Mai, begeistern die Schweriner Handballmänner ihre Fans noch einmal in der Region: und zwar beim Promo-Spiel in Leezen. Anwurf gegen das Team der SG dort ist um 18.30 Uhr. Mit von der Partie mit lauter Mucke und guter Laune sind Hallensprecher Alexander Geese und Handballstier BULLI. Die Gastgeber bereiten einem abendlichen Imbiss vor. Der Grill steht schon bereit. (ba) Raatz, Sarrach – Runge 12, Fröbel, Linke, Wolf 3, Ivanytsia 1, Lübbert 2, Finkenstein 2, Wagner 4, Kortstegge 1, Müller 4, Christ , Schwaß, Gieratz
Derbysieg verschenkt!

Kapitän Matti Wagner verabschiedete sich mit fünf Treffern vom Heimpublikum. Foto: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere starten stark und unterliegen später den Youngsters aus Rostock mit 33:37 (20:16) Große Emotionen, viel Dankbarkeit, ein interessantes Derby, beim dem die Gastgeber sich den Faden aus der Hand nehmen ließen: Das letzte Heimspiel der Mecklenburg Stiere war vor 700 Zuschauern ein grandioses Event. Leider fehlte das i-Tüpfelchen, welches die Gastgeber eigentlich auf eine packende Begegnung hätten setzen können. Die Spielstätte restlos ausverkauft, Medaillen und Ehrungen für erfolgreiche Jungstiere und dann auch noch Derby gegen die Youngsters vom HC Empor. Beide Teams legten mit hohem Tempo los. Allein in den ersten drei Minuten fielen sechs Treffer – drei für jedes Team. Dafür mussten die 700 frenetisch feiernden Zuschauer dann weitere drei Minuten auf das nächste Tor (3:4, 7.) warten, welches eine erste Führung für die Gäste aus der Hansestadt bedeutete. Die Mecklenburger Stiere ließen sich nicht schrecken. Sie stellten eine gute Abwehr, der Drang zum Rostocker Tor war zu spüren. Sobald ein Ball im Netz zappelte, tobte die Halle. Umso mehr, da sich die Gastgeber mit einem Lauf absetzen konnten (8:6, 14.; 12:7, 16.). Bis zur Halbzeitpause lief es gut (20:16), auch Janis Sarrach im Tor bekam die Bälle besser an die Hand. Der echte Bruch im Spiel kam in dieser Partie nicht erst in der 40., 41. Minute (24:24). Eine doppelte Unterzahl zu Beginn der zweiten Runde störte den Plan der Gastgeber merklich. „Den Rostockern gelang es ranzukommen. Sie starteten in eine aus ihrer Sicht deutlich bessere zweite Hälfte“, bemerkte Stiere-Coach Michael Gutsche nach der Partie. Während die Gäste geduldiger waren und fokussierter auftraten, verfielen die Handballstiere in Muster, die sie eigentlich nicht hatten abrufen wollen. Die Männer erzwangen Abschlüsse, nahmen sich vorschnell Entscheidungen. Pässe verfehlten ihr Ziel, die Beine waren nicht mehr schnell genug. „So konnten die Youngsters mit weniger Druck leichter aufspielen, während wir ins Hintertreffen gerieten. Es waren, wie schon in den zurückliegenden Wochen öfter mal, wieder Kleinigkeiten, aber davon zu viele. Reden müssen wir definitiv über eine so große Zahl an technischen Fehlern.“ Zum Ende hin drehten die Stiere, die sich niemals aufgegeben hatten, noch einmal auf. Sie kämpften sich von einem 5-Tore-Rückstand (25:30, 49.) zum Anschlusstreffer (30:31, 55.). Die Partie schien wieder offen. Auch noch in der 56. Minute beim Stand von 31:33. Vier Rostocker Tore in Folge entschieden das Spiel. Daniel Finkenstein war es am Ende vergönnt, mit einem Ehrentreffer den Endstand von 33:37 zu besiegeln und seine Handballlaufbahn zu beenden. Am kommenden Samstag steht die letzte Partie dieser Saison für die Handballstiere an. Sie reisen zum Tabellenersten und Aufsteiger nach Werder. Am 12. Mai begeistern sie ihre Fans noch einmal in der Region beim Promo-Spiel in Leezen. Anwurf dort ist um 18.30 Uhr. (ba) Raatz, Sarrach – Runge 3/1, Linke, Wolf 2, Ivanytsia 2, Lübbert 4, Finkenstein 1, Wagner 5, Kortstegge 5, Müller 4, Christ 1, Sickert, Schwaß 2
Danke und alles Gute für euch!

Ein letztes Mannschaftsbild mit den Akteuren, die nicht mehr bei den Stieren spielen werden. Foto: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere verabschieden Spieler bei letzten Heimspiel der Saison Irgendwann kommt der Tag, an dem auch Handballschuhe an den berühmten Nagel gehängt werden. Für Urgestein Daniel Fnkenstein war es beim letzten Heimspiel der Saison 2025/26 sowiet. „Eigentlich wollte ich schon letzten Sommer aufhören. Doch mein Sohn Pepe hat gesagt, ich darf noch nicht gehen, weil er eine Saison mit mir spielen wollte.“ So hat Daniel noch ein Jahr drangehängt, sicher auch, um nochmal mit den Jungs unterwegs zu sein. Jetzt war er ein bisschen aufgeregt, ein bisschen mehr als sonst. „Ich würde gern gewinnen, das fühlt sich für die letzte Partie vor heimischer Kulisse einen besser an und markiert einen schönen Schlussstrich unter meine Laufbahn.“ 25 Jahre Handball, 18 davon im Stiere-Trikot – „das ist mehr als die Hälfte meines Lebens“, sagt Daniel, den die Emotionen getragen haben. Für ihn war die Mannschaft immer das Wichtigste, nicht etwa das Rampenlicht, in das Kreisläufer ohnehin eher selten geraten. „An dieser Position arbeitest du mehr für andere, die an der Zahl von Toren oder Paraden gemessen werden. Für mich war es wichtig, Spaß zu haben. Ich bin dankbar, dass Teo und Robert mich zurückgeholt haben, Fans uns feiern, Anne und Pepe mir Freiräume gewährt haben und ich auch körperlich nicht ernsthaft ausgebremst wurde.“ Die Knochen geben das Spiel noch her, aber die Leichtigkeit, um im modernen Handball mitzuhalten, schwindet dann doch, räumt Finki ehrlich ein. Er freut sich auf deutlich mehr Freizeit. Der Blick zurück ruft besondere Momente in Erinnerung. „Mein Sprung aus dem Jugend- in den Männerbereich war so einer. Gleich in die 2. Liga, da waren Welten dazwischen und ich musste erstmal ankommen. Auch die erste Saison nach dem Studium in der 3. Liga war toll – eine bunt gewürfelte Truppe mit vielen Schwerinern…“ Zu Ende geht die sportliche Laufbahn für den Handballroutenier da, wo sie begonnen hat: in der Kästner-Halle. Auch das war nicht jedem vergönnt, weiß Daniel. Mit Daniel verlassen weitere Spieler die Handballstiere: Wir wünschen unserem bisherigen Kapitän Matti Wagner sowie Jonas Christ, Demian Linke, Max Kahl und Joel Gieratz alles Gute auf ihrem weiteren Weg. Ein besonderes Dankeschön geht an Denny Schiller aka BULLI für seinen starken Einsatz in den zurückliegenden beiden Jahren.
Von Geschlossenheit keine Spur

Trotz zweier Auszeiten gelang es nicht, den Stiere das Selbstbewusstsein des Hinspiels (Foto) zu geben. Archivbild: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere unterliegen in Ludwigsfelde blamabel mit 35:27 Was ist los mit den Handballstieren? Diese Frage müssen die Verantwortlichen im Verein schnellstens mit der Mannschaft beantworten. Nach dem Unentschieden bei Blau-Weiß schmerzt die Niederlage in Ludwigsfelde. Statt vier Punkte zu gewinnen, lassen die Schweriner drei Zähler liegen. Der Matchplan sah anders aus. Die ersten zehn Minuten lief die Partie in Ludwigsfelde ganz ordentlich. Die Stiere hatten zu diesem Zeitpunkt sieben gute Würfe eingenetzt, mussten aber nur vier Bälle aus dem eigenen Kasten holen. Ganze zwei Minuten später stellten die Gastgeber den Ausgleich her (7:7) und machten sich bereit, ihre Kontrahenten nicht enteilen zu lassen. Bis zur 20. Minute wogte die Partie hin und her (12:12). Dann verfielen die Schweriner in den gleichen Trott wie in der Vorwoche. „Jeder agierte für sich. Da war von Mannschaft nicht mehr so viel zu sehen“, konstatierte Headcoach Michael Gutsche. Er musste zusehen, wie seine Mannschaft förmlich auseinander fiel. Keiner hielt sich an den Plan, wenn doch, mutete es an, als wäre es der eigene Trip… Einzelaktionen, die nicht teamdienlich waren, keine Bereitschaft, füreinander einzustehen oder die Verantwortung an sich zu reißen, wenn genau dieser Mut gefragt ist. Mit dem Halbzeitstand 18:15 ging es, was keiner ahnen konnte, noch schmeichelhaft in die Kabine. Auch im zweiten Durchgang trug das Bemühen, das Ruder nochmal rumzureißen, keinen ordentlichen Erfolg. „Spieler nahmen sich falsche Aktionen. Wenn gut gespielt wurde, ließen die Torhüter die Chancen aus und auch die Abwehr trug wenig zur Änderung bei“, musste Michael Gutsche attestieren. Mancher Pfiff tat das seine und heizte die Situation zusätzlich auf, ohne jedweden Ausschlag auf die Begegnung. „Das Spiel der Stiere hat einfach nicht funktioniert!“ lautete die bittere Erkenntnis beim Schlusspfiff. Bis dahin hatten die Mecklenburger Stiere sogar mit elf Toren zurückgelegen (35:24, 57.) Die Analyse wird unbequem. „Ich kann meinen Jungs zugute halten, dass der Februar nicht optimal geplant war. Wir haben den Spielrhythmus verloren. Zudem gibt es verletzungsbedingt wenig Alternativen für Wechsel im Rückraum. Aber das allein ist es nicht.“ Der Gesprächsbedarf ist demnach groß. Für einen grandiosen Auftritt, wie ihn die Fans im Heimdomizil der Handballstiere kennen und am Sonntag (15. März) gegen Cottbus auch erleben wollen, müssen die Männer schnellstens wieder zusammenfinden. Raatz, Sarrach – Runge 8/3, Wolf 2, Präckel, Ivanytsia 2, Leśniak 2, Lübbert 2, Finkenstein, Wagner 5, Kortstegge 2, Christ, Schwaß 4, Gieratz
Den Derbysieg in Rostock verschenkt

Verlässlichkeit im Kasten der Stiere: Janis Sarrach Archivbild: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere unterliegen HC Empor mit 32:26 (15:13) Dieses Derby ist und bleibt etwas Besonderes. Dementsprechend motiviert reisten die Handballstiere in die Hansestadt. Beide Teams proklamierten im Vorfeld ihre Ambitionen auf den Sieg. Den sollten am Ende die Rostocker einfahren. Die Schweriner hingegen profitieren von Anfang an von einer größeren Zahl mitgereister Fans – gut 40 dürften es gewesen sein. Auf jeden Fall waren die die Schlachtenbummler aus der Landeshauptstadt über die gesamte Spielzeit diejenigen, die ihre Mannschaft am lautesten unterstützten. Nach dem Auftakttreffer von Niklas Kortstegge zeigen die Stiere, dass sie in der Fiete-Reder-Halle ein Statement abgeben wollen. Sie gehen leicht in Front, ermöglichen aber ebenso den Gastgebern zu einfache Ballgewinne. Es ist von Anbeginn an Janis Sarrach im Tore die Schweriner, der auch die Konter der Emporianer pariert. Er hält und motiviert seine Vorderleute. Keine zehn Minuten sind vergangen und die Stiere haben das Heft des Handelns an sich gerissen: solide Abwehr, an der sich die Rostocker die Zähne ausbeißen und dahinter der Mann im Kasten, der dem Netz so gar keinen Ball gönnen will. Die Schweriner zeigen schnelles Rückzugsverhalten und lassen hoffen, dass da was gehen kann. Leider wehrt die Euphorie nicht so lange: 8:8 in der 16. Minute. Die Hanseaten ziehen ihre Abwehrreihe dichter. Den Schwerinern gelingen sehenswerte Anspiele an den Kreis. Sie produzieren aber auch Fehler, die Rostock in den Vorteil bringen, welchen Torhüter Janis Sarrach abwehren muss. Auch die doppelte Unterzahl der Gastgeber können die Stiere nicht hinreichend für sich nutzen. Mit 15:13 geht es in die Kabine. Zu Beginn der zweiten Halbzeit brauchen die Schützlinge von Headcoach Michael Gutsche und Betreuer Wolfgang Heuer ein bisschen, um wieder Fahrt aufzunehmen – ein bisschen zu lange, wie sich später zeigen wird. Die Gastgeber werden konsequenter, drücken dem Spiel mehr und mehr ihren Stempel auf, sodass die Stiere mühsam hinterherlaufen müssen.Mit Beharrlichkeit, glanzvollen Paraden, einer saubereren Quote von Malte Runge an der Straflinie und lautstarker Unterstützung von den Rängen stellen die Stiere den Anschluss wieder her. Der Fight kostet Kraft. Unnötige Fehler lassen dann wieder drei Tore Differenz auf der Anzeige stehen. Eine knappe Viertelstunde vor Schluss kassiert Niklas Kortstegge eine Rote Karte. Empor baut noch in der Überzahl den Vorsprung aus (26:22, 48.). Michael Gutsche zieht die grüne Karte in der 50. Minute – Rostock ist mit fünf Toren voraus, allerhöchste Zeit, die Mannschaft noch einmal in die Spur zu schicken… Doch dem Team fehlt neben dem kleinen bisschen Glück auch der Biss und vor allem die Körpersprache. So lässt sich ein Derby nicht gewinnen. Es war umkämpft: Drei Rote Karten, davon auf beiden Seiten je eine direkt – beschreiben eine Partie, bei der die Stiere das Nachsehen hatten. Sie verlieren mit 32:26 viel zu hoch. Das letzte Spiel in diesem Jahr ist niochmal ein Highlight in der eigenen Halle. Am vierten Advent empfangen die Mecklenburger Stiere den bislang verlustpunktfreien Tabellenführer Grün-Weiß Werder. Anpfiff für das Topspiel ist um 16 Uhr. (ba) Raatz, Sarrach – Runge 5/3, Fröbel, Wolf 3, Leśniak 2, Finkenstein, Wagner 4, Kortstegge 4, Müller 3, Schwaß 5, Gieratz
Michael Gutsche verlängert als Erster

Die Mecklenburger Stiere verkünden stolz die erste Verlängerung für die Spielzeit 2026/27: Es ist der Cheftrainer, der ein Zeichen setzt. Michael Gutsche, der die erste Männermannschaft des Schweriner Traditionsvereins erst zur Vorbereitung der laufenden Saison übernommen hatte, plant mit den Handballstieren ein weiteres Jahr.„Es macht Spaß, mit den Männern zu trainieren. Innerhalb kurzer Zeit sind Entwicklungen zu sehen. Die Ergebnisse sind besser geworden. Ich fühle das Potenzial, das in vielen Spielern steckt“, sagt Michael Gutsche. Der Coach räumt ein, dass es noch Zeit und Geduld braucht. Die bestmögliche Platzierung bleibt für die aktuelle Spielzeit sein Ziel. Doch eines steht fest: Er will mit den Handballstieren den Aufstieg perfekt machen. „Für Platz 6 ist mir meine Zeit zu schade“, sagt „Micha“ Gutsche. Hinter dieser Aussage steht der absolute Wille, wirklich das Beste zu erreichen und dafür mit den Stieren hart zu arbeiten. „Wir freuen uns sehr, dass Micha den Anstoß für die anstehenden Planungen gegeben hat. Er ist für uns der optimale Trainer mit einer starken Wirkung auf die Mannschaft“, sagt Geschäftsstellenleiter Mathias Wächter. (ba)
Handballstiere grüßen vom 2. Tabellenplatz

Janis Sarrach lieferte eine tolle Leistung ab. Unterstützt von der eigenen Abwehr, konnte er seinen Kasten relativ sauber halten. Chapeau! 32:21-Erfolg gegen HC Vorpommern-Greifswald im zweiten Heimspiel Das hat Freude gemacht! Die Mecklenburger Stiere katapultieren sich mit ihrem erneuten Heimerfolg auf Platz 2 der Tabelle – eine schöne Momentaufnahme. Knapp 600 Zuschauer feiern ein Handballfest, indem zwei Teams zeigten, dass sie ihr Handwerk verstehen. Den Gastgebern gelingt das am Ende mit Abstand besser. Sie gewinnen 32:21 (15:10) und zeigen, dass sie als geschlossene Einheit auftrumpfen können. Aufsteiger hin oder her: Es hatte sich mit dem HC Vorpommern-Greifswald ein starkes Team angekündigt, welches mit 6:0-Punkten eine Glanzleistung zum Saisonauftakt hingelegt hatte. Leider etwas erkältungsgeschwächt kamen die Hanseaten in Schwerin an. Sie spielten gegen den Favoriten dieser Partie beherzt auf, das Spiel begann druckvoll und mit rasantem Tempo. Nach einer frühen Auszeit von Trainer Gunnar Jasmann (7:3, 10.) sortierten sich die Gäste und verkürzten gleich zwei Mal auf einen Abstand von zwei Treffern (9:7, 16.; 10:8, 21.). Doch die Hausherren machten die Ansage im Spiel, enteilten auf sechs Tore Abstand und gingen recht komfortabel mit 5 Toren Abstand in die Halbzeit (15:10). Danach lief das Abwehrbollwerk der Stiere zu einer besonderen Form auf: Im Innenblock auf Kampfmodus abgestellt, rissen die Gastgeber ihr Publikum mit und steigerten die Stimmung in große Höhen. Von der Bank wurde jeder Erfolg fortan emotional gefeiert. Eine Welle der Begeisterung rollte durch die Halle. Nach knapp zehn Minuten der zweiten Halbzeit war der Gamechanger da: Die Stiere konnten auf 21:13 davon eilen. Sie trieben ihren Run weiter. Sehenswerte Aktionen von Malte Runge (sieben Treffer, davon alle drei von der Straflinie), Daniel Leśniak mit 5 sehenswerten Toren und einem Einsatz über alle Positionen hinweg gaben dem Stiere-Express Dampf auf die Turbine. Mit 32:21 fuhren die Gastgeber ein verdientes Ergebnis ein. Michael Glutsche bescheinigt seinen Spielern eine starke Abwehrleistung über das fast gesamte Spiel. „Anfangs hatten wir für kurze Zeit so ein bisschen den Faden verloren. Aber insgesamt hat die Abwehr unseren Torwart stark gemacht“, schätzt der Headcosch nach der Partie ein. Für wahr. Janis Sarrach hat seinen Job wirklich gut gemacht. Über 60 Minuten wehrte er ab, was möglich war, und parierte auch zwei der insgesamt zehn Siebenmeter der Gäste. „Manchmal hat der Motor noch etwas gestottert“, findet Michael Gutsche ein passendes Bild. Aber das passierte erfreulicherweise nicht so oft. Insofern ist eine Weiterentwicklung zu sehen, auf die die Männer und auch das Trainerteam der Handballstiere durchaus stolz sein können. Die nächste Partie haben die Mecklenburger Stiere in Lübbenau zu absolvieren. Danach, am 26. Oktober, gibt es das nächste Heimspiel. Es geht dann gegen die Blau-Weißen aus Berlin. Anpfiff ist wie gehabt um 16 Uhr. Barbara Arndt Sarrach – Runge 7/3, Fröbel 1, Linke, Wolf 3, Präckel 1, Ivanytsia 3, Leśniak 5, Lübbert 2, Finkenstein 1, Wagner 2, Kortstegge, Grabow, Müller 5, Christ 1, Gieratz 1
Erster Neuzugang verpflichtet

Mit Niklas Kortstegge sorgen die Mecklenburger Stiere für Verstärkung zur neuen Saison. Der 22-jährige Kreisläufer hat heute seinen Vertrag in Schwerin unterschrieben und wird für die kommenden zwei Jahre in den Farben unseres Vereins auflaufen. Aufgewachsen ist Niklas in Buchholz in der Niederheide. Seine sportlichen Stationen fand er in Hollenstedt, Horneburg und Beckdorf, wo er zuletzt in der 4. Liga gespielt hat. Der angehende Sportwissenschaftler, der in den nächsten Wochen seine Bachelorarbeit vollendet, ist richtig motiviert, mit den Schweriner Handballmännern in den Aufstiegskampf zu gehen. Parallel dazu setzt er sein Studium fort und wird in Teilzeit in Schwerin arbeiten. „Ich habe schon beim Probetraining gespürt, dass es passt und freue mich jetzt sehr auf mein Engagement in Schwerin.“
Stiere on Tour

Zu Gast bei befreundeten Vereinen / Danke an unseren Hauptsponsor Matthäu Leezen für den Support Es geht schon wieder los. Kaum, dass die Handballstiere ihr letztes reguläres Punktspiel mit einem grandiosen Finale gewonnen haben, startet die PromoTour. Wie in den Vorjahren besuchen wir drei befreundete Vereine in der Region. In diesem Jahr danken wir ganz besonders unserem Hauptsponsor, MATTHÄI Leezen, für die Unterstützung. Ohne diesen Support wäre der Stopp an drei Stationen nicht möglich gewesen. Zu Gast sind wir bei folgenden Vereinen: Wir freuen uns auf euren Besuch. Unterstützt eure Heimmannschaft oder auch gern die Handballstiere. Wir wollen zum Saisonausklang viel Spaß haben, schönen Handball erleben und gemeinsam unsere Leidenschaft feiern. Also: Alle in die Halle! Es lohnt sich!
Aus Fehlern nicht gelernt

Malte Runge steuerte neun Treffer bei. Foto: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere verpassen Heimsieg gegen Altlandsberg 27:28 (15:14)Schlange stehen am Einlass, volles Haus, coole Einlaufkids – ein toller Handballnachmittag war angerichtet. Schade nur, dass die Gastgeber nicht so enthusiastisch bei der Sache waren wie ihre 645 Unterstützer auf den Rängen. Die Handballstiere haben schlichtweg zwei Punkte verschenkt. Ihre Performance stimmte vorne und hinten nicht. Damit gewannen die Gäste aus Altlandsberg zwar knapp, aber völlig verdient. Die Stiere starteten motiviert und emotional in die Partie. Allerdings auch hektisch, mit mangelnder Abstimmung und hoher Fehlerzahl. Sie machten es den Gästen zu einfach und luden diese förmlich ein, die Angriffe erfolgreich durchzubringen. Wie schon im vorangegangenen Auswärtsspiel gegen OSF Berlin bekamen die Schweriner keinen Zugriff auf die Führungsspieler der gegnerischen Mannschaft. Sie wirkten zuweilen statisch, wollten dann aber mit der Brechstange den Abschluss erzwingen. Von der Bank kam dann auch immer weniger: an Leidenschaft und Entscheidung. Und so gelang es einfach nicht, sich deutlich abzusetzen. Möglich wäre das schon gewesen. Von der Tribüne und den nimmermüden Trommlern gab es ohrenbetäubenden Support. Mit einem Tor Vorsprung retteten sich die Stiere in die Halbzeit (15:14). Offensichtlich erreichten dort aber nicht die richtigen Worte die Mannschaft. Denn die ließ sich nach Wiederanpfiff ziemlich schnell den Rest vom Schneid abkaufen und rannte dem Ergebnis fortan hinterher. Die Beine wirkten schwer, der Überblick ließ zu wünschen übrig. Die Dynamik der jungen Gastgeber verblasste hinter dem Willen der deutlich älteren Gegner. Ernüchterung beim Abpfiff. Die Anzeigetafel wies 27:28 aus. Fazit: Gute Einzelaktionen reichen nicht, um den immer noch sechsten Tabellenplatz zu festigen. Vom eigentlichen Saisonziel soll gar nicht erst die Rede sein. Krönchen richten und besser machen bleibt die Devise für die noch ausstehenden Begegnungen. Nach der Osterpause geht es am 3. Mai nach Neubrandenburg, bevor das Heimspiel gegen die TSG Lübbenau 63 die aktuelle Saison beschließt. (ba) Raatz, Sarrach, Jonas – Runge 9, Fröbel, Linke 5/3, Wolf 1, Präckel 2, Lübbert 3, Finkenstein, Schulz, Müller 4, Christ, Bönsel, Schwaß 3, Kahl