Fahrlässig einen Punkt verspielt

Bahne Lübbert steuerte drei Treffer zum Remis bei. Archivbild: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere kommen bei Blau-Weiß in Berlin nicht über ein 31:31 hinaus Statt Boden gutzumachen, zeigten die Mecklenburger Stiere bei der Sportvereinigung Blau-Weiß Berlin einen insgesamt nur mäßigen Auftritt. Am Ende stand bei den Schwerinern immerhin noch ein Punkt zu Buche.Es gibt immer Gründe für ein Spiel, bei dem es nicht so läuft, wie es sollte. Bei der Auswärtspartie der Handballstiere am Samstag in Berlin zählten ein ziemlich glatter Hallenboden und das Haftmittelverbot zu den Dingen, die bisher jede Mannschaft bei den Blau-Weißen monierten. Aber mit solchen Begründungen muss ein Spitzenteam nicht anreisen. Ein Plus an Motivation, Kampfgeist und Leidenschaft hätten ganz sicher dazu beigetragen, dem Aufsteiger mehr abzuringen. Doch genau damit taten sich die Schweriner schwer. „Wir kamen schlecht in die Begegnung“, sagt Headcoach Michael Gutsche nach der Partie. In der ersten Halbzeit haben sowohl Abwehr als auch Torhüter Yannick Raatz ihren Job nicht gemacht. Mit 20:14 zum Pausenpfiff glänzte der im Abstiegskampf befindliche Gastgeber gegenüber dem Favoriten. „Es fehlten einige Prozent an Einstellung“, attestiert Michael Gutsche seinen Spielern. Denen gelang keine einzige Führung im ersten Durchgang, bis zur 20. Minute blieben sie zwar in Schlagdistanz (12:10). Dann legten die Hauptstädter noch einen Zahn zu und gingen mit einem 6 Tore-Vorsprung in die Kabine. Auch in der zweiten Hälfte fehlte es den Gästen an Biss. Eine veränderte Einstellung konnte Trainer Gutsche erst registrieren, als manche Stiere offensichtlich merkten, dass ihnen die Partie gänzlich entgleiten könnte. In der Crunchtime waren sie wieder auf zwei Treffer dran (28:26, 52.), glichen erstmals beim 30:30 (57.) aus. „Es wurden insgesamt zu viele freie Bälle verworfen“, merkt der Coach an, der mit diesem einen Punkt alles andere als zufrieden sein dürfte. Häkchen dran, Einstellung ändern und intensiv auf die nächste Begegnung vorbereiten – so starten die Mecklenburger Stiere in die erste Märzwoche. Die hält die nächste Auswärtspartie bereit: Am 7. März geht es gegen den Ludwigsfelder HC, aktuell auf Rang 8 der Tabelle. (ba) Raatz, Sarrach – Runge 6/2, Präckel 2, Ivanytsia 1, Leśniak 6, Lübbert 3, Wagner 3, Kortstegge, Müller 3, Schwaß 5, Gieratz 2
Souveräner Auftritt!

Mecklenburger Stiere gewinnen mit 38:24 (16:9) beim HC Vorpommern-Greifswald Die Favoritenrolle war den Handballstieren am Samstagabend klar zugeordnet. Sie überzeugten in Greifswald mit Tempo sowie guter Abwehr- und Torhüterleistung. Nicht zu stoppen waren aus der Außen- oder Rückraumposition unsere Linkshänder Malte Runge und Daniel Leśniak sowie Miká Fröbel. Allein diese drei Stiere warfen so viele Tore wie die Gastgeber insgesamt. Die Aufsteiger-Mannschaft aus Greifswald hat nach wie vor mit zahlreichen verletzungsbedingten Ausfällen zu tun. Insbesondere im Rückraum und im Tor fehlen etatmäßige Akteure, die zum Klassenerhalt beitragen sollten. Insofern wollten die Gastgeber viel, konnten ihrem Anspruch allerdings nicht gerecht werden. Die Mecklenburger Stiere boten nämlich zu keinem Zeitpunkt Gelegenheit zur Annahme, dass die beiden Punkte Schwerin nicht erreichen würden. Im Gegenteil: Im einem Start-Ziel-Durchmarsch bauten die Gäste ihre Führung auf, gingen mit sieben Toren Vorsprung in die Kabine (9:16) und verließen letztlich mit einem Plus von 14 Treffern die Platte (24:38). Vor allem im defensiven Bereich forderte die junge Greifswalder Mannschaft die erfahrenen Schweriner das eine und andere Mal. Mit einer größeren Effektivität im Angriff hätten die Hausherren das Ergebnis schmeichelhafter ausfallen lassen können. Doch sie standen viel zu oft vor einer Schweriner Abwehrwand. Bot sich mal eine Chance zum Wurf, traf der Ball aus gegnerischer Hand den Pfosten oder wurde von einem gut aufgelegten Janis Sarrach spielend pariert. Im Gegenzug setzten die Schweriner auf Tempo, agierten druckvoll und brachten so manches Mal den Ball schelmisch im Netz unter. Schnelle Mitte, aufmerksam in der Aktion und trotz gebotener Härte immer fair im Umgang zogen die Stiere auf und davon. Die Zahl eigener Fehler bleibt dennoch ein Punkt, der Augenmerk verdienen muss.Nach einer kurzer Ferienpause gastieren die Mecklenburger Stiere am 28. Februar bei Blau-Weiß Berlin und eine Woche später (7. März) in Ludwigsfelde. Matchday zu Hause ist dann am 15. März im Spitzenspiel gegen den LHC Cottbus. (ba) Raatz, Sarrach – Runge 11/4, Fröbel 6, Präckel 1, Ivanytsia 4, Leśniak 7, Finkenstein, Wagner 3, Kortstegge 2, Müller, Schwaß 3, Gieratz 1
Zweiter Tabellenplatz!

Kapitän Matti Wagner überzeugte erneut und steuerte acht Treffer zum Rrfolg seiner Mannschaft bei. Archivbild: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere holen neunten Saisonsieg in Grünheide 39:22 (21:9) Der überraschende Sprung der Mecklenburger Stiere auf den zweiten Tabellenplatz war nur mit Schützenhilfe aus Rostock möglich.Trotzdem erfüllten die Stiere ihre Auswärtsaufgabe ordentlich: mit einem deutlichen Sieg in Grünheide. Fürs Torverhältnis wäre mehr drin gewesen. Zu viele Fehler und ein Verwalten des Vorsprungs verhinderten eine größere Ausbeute. Für die Partie beim Tabellenletzten stand fest, dass hier zwei Pflichtpunkte zu holen sind. Nach kurzem Eintauchen in die Atmosphäre beim Grünheider SV (3:3, 5.) übernahmen die Gäste aus Schwerin und gaben die sich aufbauende Führung bis zum Abpfiff nicht mehr aus der Hand. Der Sieg der Handballstiere war zu keiner Zeit gefährdet. Ganz im Gegenteil. Sie setzten sich sehenswert ab, schon in der ersten Halbzeit mit einem krassen 10-Tore-Lauf vom 5:6 (11.) hin zum 5:16 (22.). Bis zur Halbzeit bauten die Gäste ihren Vorsprung auf zwölf Tore aus (21:9). „Das war bis dahin zufriedenstellend“, schätzte Trainer Michael Gutsche ein. Der Abstand sprach für die Stiere, gute Aktionen in der ersten und zweiten Welle und eine passable Abwehr. Mehr Lob zollte Michael Gutsche seinen Schützlingen jedoch nicht, weil bereits in den ersten 30 Minuten nicht alles gut und nach seinem Plan lief. Obwohl die Schweriner ihren Vorsprung kontinuierlich hochschraubten, ließen sie Konzentration und Engagement in der zweiten Halbzeit phasenweise vermissen. Offensichtlich hatten, was ja durchaus passieren kann, einige Spieler nicht ihren Sahnetag erwischt. Gleich vier Siebenmeter-Werfer probierten sich für die Stiere an der Straflinie – mit mäßigem Erfolg. Die Stiere produzierten zu viele technische Fehler. Was die Männer um Erfolgsgarant und Kapitän Matti Wagner auszeichnete, war abermals ein geschlossener Auftritt. „Und damit haben wir sicher gewonnen. Haken dran und Augenmerk auf die nächste Partie“, sagt der Headcoach. Die ist ein Heimspiel, und zwar am Sonntag um 16 Uhr gegen BFC Preussen aus Berlin. (ba) Raatz, Sarrach – Runge 4, Fröbel 3, Präckel 2, Ivanytsia 3, Leśniak 5, Lübbert 3, Finkenstein 1, Wagner 8/2, Kortstegge 4/1, Christ, Schwaß 4, Gieratz 2
Partie von Anfang an geprägt

Malte Runge war erneut erfolgreichster Werfer der Stiere. Foto: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere gewinnen 38:29 gegen Warnemünde Das Handballjahr fing für die Mecklenburger Stiere nach einer vierwöchigen Pause gut an. Sie holten sich mit einem souveränen Auftritt zwei Punkte beim Heimspiel gegen den SV Warnemünde. Knapp 600 Handballfans feierten ihre Mannschaft. Die lange spielfreie Zeit war den Schweriner Handballmänner schon etwas anzumerken. Sie brauchten ein paar Minuten, um in die Partie zu kommen und sich in der gewohnten Stärke aufzubauen. Allerdings ließen die Gastgeber keinen Zweifel daran, wer die Punkte auf sein Konto verbuchen wollte. Nach besagter Zurückhaltung in den ersten Minuten legten die Schweriner Handballmänner einen Gang zu und setzten sich zur Freude begeisterter Zuschauer schnell ab (5:2, 9.; 7:3, 13.). Vor allem Malte Runge und Daniel Leśniak überzeugten mit individueller Qualität und sehenswerten Treffern. Schon nach einer guten Viertelstunde beim Stand von 9:4 musste sich Warnemünde beim Timeout sortieren. Ungeachtet dessen setzten die Gastgeber ihr Spiel fort, suchten das Tempospiel und konnten so manchen Konter verwandeln. „Mich hat gefreut, dass bei diesem Spiel auch der Kreis besser eingebunden wurde“, lobte Headcoach Michael Gutsche. Dank guter Anspiele von Tim Schwaß war es für Bahne Lübbert ein Kinderspiel, den Ball im Netz unterzubringen. Interessanter Weise wechselten sich immer wieder Phasen ab von sehr guter Präsenz und erfolgreichem Spiel mit solchen, die von weniger Konzentration, Fehlern und Ungeduld geprägt waren. „Auch in der Abwehr haben wir etwas zu viel zugelassen“, schätzt Michael Gutsche ein, der nach einem Halbzeitstand von 18:13 seine Männer auf die zweiten 30 Minuten einstellte. Mit dem Ergebnis, dass die Defensive fortan kompakter stand, das reaktive Verhalten bis in die Schlussminuten aufrechterhalten wurde und die Spielfreude noch weiter wuchs. Support von der Bank und den Rängen trug mit dazu bei, den Druck auf die Gäste zu erhöhen und auch ein hohes Tempo zu halten. Solide präsentierten sich auch in dieser Partie die beiden Schlussmänner Janis Sarrach und Yannick Raatz. Eine geschlossene Mannschaftsleistung gehört definitiv zu den Dingen, die hervorgehoben werden müssen. Und so brannte zum Ende nichts mehr an, völlig verdient gewannen die Hausherren mit 38:29. Natürlich waren die Handballstiere in der Bringepflicht. Mit voller Bank und Heimvorteil hatten sie die Favoritenrolle klar auf ihrer Seite. „Und die haben wir genommen und am Ende unsere Pflichtaufgabe souverän erfüllt“, bewertet Michael Gutsche das Spiel. Für die Zuschauer gab es sehenswerte Momentaufnahmen und insgesamt einen guten Eindruck von den Handballstieren, die sich mit dem Erfolg vom Wochenende wieder auf Rang 4 platzierten. Am kommenden Sonnabend geht’s zum Grünheider SV. Das nächste Heimspiel darf für den 1. Februar vorgemerkt werden. Zu Gast ist dann am familienfreundlichen Handballnachmittag die Vertretung von BFC Preussen. Barbara Arndt Raatz 1, Sarrach – Runge 9/4, Fröbel, Wolf, Präckel 3, Ivanytsia 2, Leśniak 8, Lübbert 5, Finkenstein 1, Wagner 3, Kortstegge 1, Christ 1, Schwaß 4, Gieratz
Den Fight des Jahres geliefert

Malte Runge erzielte sieben Treffer in der Weihnachtspartie. Foto: Dietmar Albrecht Dezimierte Handballstiere führen lange gegen Werder und unterliegen am Ende 24:30 (14:12) Die Mecklenburger Stiere schnupperten am vierten Advent schon etwas an dem, was eine echte Sensation gewesen wäre: Bis in die 47. Minute führten sie das Topspiel gegen Werder an. Gewinnen konnten sie nicht. Am Ende waren sie beim 24:30 jedoch Sieger der Herzen. 668 Zuschauer feierten eine großartige Leistung. Die letzte Partie dieses Jahres hätte ungleicher nicht sein können. Während die Gäste vom verlustpunktfreien Tabellenführer HV Grün-Weiß Werder mit voller Kapelle anreisten, zählte der Stierekader gerade mal zehn Spieler. Das Torhüterduo und acht Männer, darunter mit Phil Patzner eine Verstärkung aus der U23, gingen beherzt auf die Platte. Von der ersten Sekunde an lieferten die Stiere-Fans einen immens lauten Support. Und der trug das heimische Team. Erster Treffer, zweiter Treffer, starke Abwehr, die Werderaner in Bedrängnis. „Was bitte geht hier ab?“ fragten sich die staunenden Gäste, als in der sechsten Minute ein 3:0 auf der Anzeigetafel stand. Mit cleveren Ballgewinnen suchten die Gastgeber ihre Chancen, welche die Männer aus dem Brandenburgischen mit durchaus harten Aktionen vereiteln wollten. Geahndet wurde das kaum. In der zwölften Minute hatten sich die Gäste das erste Mal heran gekämpft (5:5). Die Stiere quittierten den Zug zum Tor mit einer beeindruckenden Abwehr. Was da doch durchkam, kriegte Yannick Raatz in die Finger. Mit beeindruckenden Paraden trug er dazu bei, dass die Gesichter auf der vollen Bank der Gäste immer länger wurden (10:7, 21.; 11:8, 24.). Ein paar unglückliche Aktionen wie Pfostentreffer verhinderten, dass die Gastgeber ihren Vorsprung noch stärker ausbauen können. Mit einem Kempa von Daniel Leśniak, vorbereitet von Malte Runge, sicherten sich die Stiere ihren überragenden Halbzeitstand von 14:12. Mit stehenden Ovationen begleitete das Publikum die Heimmannschaft in die Kabine. „Wir haben den Start in die zweite Halbzeit dann etwas verpasst. Da wäre mehr drin gewesen“, urteilt Headcoach Michael Gutsche nach dem Spiel. Kleine Fehler schlichen sich ein, ein paar freie Würfe ließen die Stiere aus. Michael Gutsche zog die Grüne Karte und justierte nach. Die Umstellung der Abwehrformation brachte die Stiere jedoch nicht weiter. Und ja: Irgendwann war die Puste weg. Die Männer um Kapitän Matti Wagner, der nach drei Zeitstrafen auch noch die Platte verlassen musste, kämpften um jeden Ball. Erst in der 48. Minute gaben sie beim 22:22 ihre letzte Führung dieses Spiels ab. Bis zum Schluss, förmlich bis zum Umfallen, zeigten sie Leidenschaft pur. „Die Männer haben alles gegeben!“ lobte Michael Gutsche seine sichtlich erschöpften Spieler. Und auch die Fans würdigten ihre Stiere, die ein kein Weihnachtswunder, aber doch ein tolles Geschenk so kurz vor dem Fest beschert haben. Jetzt geht es in die Weihnachtspause – Zeit, zur Ruhe zu kommen, zu erholen und wieder fit zu werden. Die Stiere sehen wir wieder zum nächsten Heimspiel am 18. Januar gegen Warnemünde. Fröhliche Weihnachten und einen guten Start ins neue Handballjahr 2026! (ba) Raatz, Sarrach – Runge 7/1, Leśniak 3, Finkenstein 1, Wagner 6, Kortstegge 3, Christ 3, Gieratz 1, Patzner
Den Derbysieg in Rostock verschenkt

Verlässlichkeit im Kasten der Stiere: Janis Sarrach Archivbild: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere unterliegen HC Empor mit 32:26 (15:13) Dieses Derby ist und bleibt etwas Besonderes. Dementsprechend motiviert reisten die Handballstiere in die Hansestadt. Beide Teams proklamierten im Vorfeld ihre Ambitionen auf den Sieg. Den sollten am Ende die Rostocker einfahren. Die Schweriner hingegen profitieren von Anfang an von einer größeren Zahl mitgereister Fans – gut 40 dürften es gewesen sein. Auf jeden Fall waren die die Schlachtenbummler aus der Landeshauptstadt über die gesamte Spielzeit diejenigen, die ihre Mannschaft am lautesten unterstützten. Nach dem Auftakttreffer von Niklas Kortstegge zeigen die Stiere, dass sie in der Fiete-Reder-Halle ein Statement abgeben wollen. Sie gehen leicht in Front, ermöglichen aber ebenso den Gastgebern zu einfache Ballgewinne. Es ist von Anbeginn an Janis Sarrach im Tore die Schweriner, der auch die Konter der Emporianer pariert. Er hält und motiviert seine Vorderleute. Keine zehn Minuten sind vergangen und die Stiere haben das Heft des Handelns an sich gerissen: solide Abwehr, an der sich die Rostocker die Zähne ausbeißen und dahinter der Mann im Kasten, der dem Netz so gar keinen Ball gönnen will. Die Schweriner zeigen schnelles Rückzugsverhalten und lassen hoffen, dass da was gehen kann. Leider wehrt die Euphorie nicht so lange: 8:8 in der 16. Minute. Die Hanseaten ziehen ihre Abwehrreihe dichter. Den Schwerinern gelingen sehenswerte Anspiele an den Kreis. Sie produzieren aber auch Fehler, die Rostock in den Vorteil bringen, welchen Torhüter Janis Sarrach abwehren muss. Auch die doppelte Unterzahl der Gastgeber können die Stiere nicht hinreichend für sich nutzen. Mit 15:13 geht es in die Kabine. Zu Beginn der zweiten Halbzeit brauchen die Schützlinge von Headcoach Michael Gutsche und Betreuer Wolfgang Heuer ein bisschen, um wieder Fahrt aufzunehmen – ein bisschen zu lange, wie sich später zeigen wird. Die Gastgeber werden konsequenter, drücken dem Spiel mehr und mehr ihren Stempel auf, sodass die Stiere mühsam hinterherlaufen müssen.Mit Beharrlichkeit, glanzvollen Paraden, einer saubereren Quote von Malte Runge an der Straflinie und lautstarker Unterstützung von den Rängen stellen die Stiere den Anschluss wieder her. Der Fight kostet Kraft. Unnötige Fehler lassen dann wieder drei Tore Differenz auf der Anzeige stehen. Eine knappe Viertelstunde vor Schluss kassiert Niklas Kortstegge eine Rote Karte. Empor baut noch in der Überzahl den Vorsprung aus (26:22, 48.). Michael Gutsche zieht die grüne Karte in der 50. Minute – Rostock ist mit fünf Toren voraus, allerhöchste Zeit, die Mannschaft noch einmal in die Spur zu schicken… Doch dem Team fehlt neben dem kleinen bisschen Glück auch der Biss und vor allem die Körpersprache. So lässt sich ein Derby nicht gewinnen. Es war umkämpft: Drei Rote Karten, davon auf beiden Seiten je eine direkt – beschreiben eine Partie, bei der die Stiere das Nachsehen hatten. Sie verlieren mit 32:26 viel zu hoch. Das letzte Spiel in diesem Jahr ist niochmal ein Highlight in der eigenen Halle. Am vierten Advent empfangen die Mecklenburger Stiere den bislang verlustpunktfreien Tabellenführer Grün-Weiß Werder. Anpfiff für das Topspiel ist um 16 Uhr. (ba) Raatz, Sarrach – Runge 5/3, Fröbel, Wolf 3, Leśniak 2, Finkenstein, Wagner 4, Kortstegge 4, Müller 3, Schwaß 5, Gieratz
Anpfiff des Derbys um 15 Uhr

Am dritten Advent treten unsere Mecklenburger Stiere zum Derby beim HC Empor Rostock II an. Der Anpfiff erfolgt zwei Stunden früher als ursprünglich vorgesehen bereits um 15 Uhr in der Fiete-Reder-Halle in Rostock-Marienehe. Karten gibt es an der Tageskasse. Wir freuen uns über starke Unterstützung der Stiere-Fans.
Ungeschlagen im eigenen Wohnzimmer

Daniel Leśniak gehörte mit neun Toren zu den erfolgreichsten Werfern der Stiere. Foto: Dietmar Albrecht Handballstiere bezwingen SG OSF Berlin mit 35:30 (19:18) So kann man den Advent genießen: Erst verkündet der Verein die nächste Verlängerung. Auch Ole Präckel geht die nächste Saison mit den Stieren. Dann lassen 551 begeisterte Zuschauer Kapitän Matti Wagner anlässlich seines 23. Geburtstages hochleben. Und im Anschluss gewinnen die Mecklenburger Stiere ihr sechstes Heimspiel mit 35:30 gegen die SG OSF Berlin. Ein Zuckerschlecken ist die Partie insbesondere in der Anfangsphase nicht. „Wir hatten ja auch keine Thekenmannschaft zu Gast“, kommentiert Headcoach Michael Gutsche nach dem Abpfiff. Körperlich robust und beherzt im Anpacken lassen sich die Gäste auf das Spiel ein. Sie zeigen sich selbstbewusst und nutzen jede sich bietende Gelegenheit, ihr Spiel durchzubringen.In der ersten Halbzeit entwickelt sich so zunächst eine enge Kiste. Die Gastgeber warten mit einigen starken Defensivaktionen auf. Mit Cleverness setzen sie Akzente und zwingen die Berliner in die erste Auszeit. Sichtbare Spielfreude trifft aber auch auf kleine Fehler. So richtig voran geht es erstmal nicht – mehr als zwei Tore Vorsprung sollen einfach nicht sein für die Handballstiere. Der Pausenpfiff beim 18:18 lässt noch einen Freiwurf zu. Joel Müller positioniert sich vor der Berliner Mauer – er hat einen Plan und setzt den eiskalt um, in dem er den Ball um die Kontrahenten legt und den so motivierenden Treffer zum 19:18 perfekt macht. Was für ein Signal! Solche zeigten auch Janis Sarrach und Yannick Raatz. Glanzparaden, doppelte Ballabwehr im Kasten, vereitelte Siebenmeter: Abermals waren die Männer im Tor der Stiere gut anzusehen. Vor allem Janis Sarrach überzeugte mit konstanter Leistung und durfte sich wieder und wieder feiern lassen. In Halbzeit 2 holen sich zunehmend auch die Feldspieler ihren Belohnung vom absolut begeisterten Publikum ab. Kluge Ballgewinne – teilweise mit Potenzial zum Schmunzeln – lassen frühzeitig einen ersten 4-Tore-Lauf zu (20:19, 32.; 24:19, 36.). Das reicht den nun deutlich besser aufspielenden Stieren nicht. Sie enteilen mehrfach auf sechs Tore und machen den Sack frühzeitig zu. Sie steigern ihr Vermögen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und gewinnen sehr deutlich das Torhüter-Duell. Ein wenig Unruhe in der Crunchtime schenkt den Gästen aus Berlin noch einmal etwas Zuversicht. Die ist vergebens, weil die Schweriner bis zur letzten Sekunde äußerst aufmerksam agieren. Auch, wenn nicht jede Aktion gelingt: Die Mecklenburger Stiere dominieren am Ende diese Partie und erobern sich völlig verdient Platz 3 der Tabelle zurück. Headcoach Michael Gutsche ist am Ende zufrieden mit dem Resultat und der Leistung seiner Männer. „Wir gehen mit Selbstvertrauen in die nächsten Spiele und freuen uns auf das anstehende Derby in Rostock.“ Das wird am dritten Advent um 17 Uhr in der Fiete-Reder-Halle Rostock-Marienehe ausgetragen. Kleine Vorschau: Am vierten Advent steigt das Top-Spiel in Schwerin. Die Handballstiere empfangen den Tabellen-Primus Grün-Weiß Werder. Wir erwarten ein ausverkauftes Haus. Bitte rechtzeitig Tickets online erwerben. (ba) Raatz, Sarrach – Runge 9/1, Fröbel 1, Linke, Wolf 1, Präckel 1, Leśniak 9, Lübbert, Finkenstein, Wagner 7, Kortstegge 2, Müller 3, Schwaß, Gieratz 2
Erfolgsserie endet auf der Insel

Die Handballstiere mussten ersatzgeschwächt ihre erste Niederlage hinnehmen. Archivbild: Diemtar Albrecht Handballstiere unterliegen Usedomer Handballern mit 33:28 (14:15) Jeder Lauf endet einmal. Für die Mecklenburger Stiere war das am Wochenende der Fall. Stark dezimiert machte sich das Team von Michael Gutsche auf den Weg nach Ahlbeck, wo das nächste Derby gegen den HSV Insel Usedom anstand. Die bis dato ungeschlagenen Schweriner setzten sich zunächst gut in Szene und enteilten mal eben zum 3:7 (12.) und über 5:10 (17.) zum 6:11 (20.) – ein komfortabler Vorsprung, der Willen, Kampfgeist und Entschlossenheit der zurückliegenden Partien aufleben ließ. Auch ohne wichtige Leistungsträger behaupteten sich die Handballstiere sehenswert und erfreuten in der gut gefüllten Vorpommernhalle einige mitgereiste Schweriner Fans. Doch schon vor dem Halbzeitpfiff fingen die Stiere an, Fehler zu machen. Die Gastgeber nutzten das aus und arbeiteten sich zum Ausgleich beim 14:14 (29.) heran. Nach dem Seitenwechsel (14:15)hielten die wacker kämpfenden Stiere das Spiel noch einige Zeit auf Augenhöhe und lieferten sich einen Schlagabtausch. Selbst nach einem 6-Tore-Rückstand (26:20, 51.) kämpften sie sich unter größer werdenden Last der fehlenden Mitspieler auf 26:23 (53.) und 28:25 (55.) heran. Sie mühten sich mit zunehmend schwindender Kraft, denn fairer Weise sei angemerkt, dass auch unter den Aktiven nicht alle richtig fit waren. Die Luft war raus, an diesem nicht allerbesten Tag und somit ließ sich die erste Niederlage der Saison nicht verhindern. Besser machen heißt es bereits am Sonntag. Am zweiten Advent empfangen die Schweriner in eigener Halle die SG OSF Berlin. Anpfiff ist um 16 Uhr in gewohnt stimmungsvoller Atmosphäre. (ba) Raatz, Sarrach – Runge 3/1, Fröbel, Linke 6/2, Präckel 3, Ivanytsia 3, Lübbert 2, Finkenstein 1, Wagner 6, Kortstegge, Christ, Gieratz 4
Ein ganz hartes Stück Arbeit

Lubomir Ivanytsia brachte sich mit acht Treffern in den Stiere-Sieg ein. Foto: Dietmar Albrecht Mecklenburger Stiere erkämpfen sich 29:27-Sieg gegen SG Uni Greifswald/Loitz Das war nichts für schwache Nerven: Die Mecklenburger Stiere haben viel Energie und etwas Glück gebraucht, um gegen starke Vorpommern am Ende zu bestehen. „Das war nicht unser bester Tag. Wichtig sind zwei Punkte. Und die haben wir gewonnen“, sagt Headcoach Michael Gutsche zum Auftakt einer Serie, die es in sich hat. Das Team der SG Uni Greifswald/Loitz reiste punktgleich in Schwerin an. Und es legte gleich mit einem 0:3-Lauf los. Die Gastgeber brauchten starke Torhüter – beide zeichneten sich mit glanzvollen Paraden und abgewehrten Siebenmetern aus – und viel zu viel Zeit, um den eigenen Biss zu entwickeln. Sie kämpften sich zum Ausgleich heran (6:6, 11.), ließen dann die aggressiven Gäste aber wieder vorauseilen (6:9, 14.). Angepeitscht von von lautstarken Stiere-Fans schaffen es die Schwerin, sich in der 24. Minute abzusetzen (14:11). Doch wie gewonnen so zerronnen: Mit der Einwechslung von Jan Kominek drehte sich die Partie wieder. Der frühere Schweriner Keeper kam absolut gut ins Spiel, wehrte drei Mal hintereinander ab und und trug für das Loitzer Team zum ausgeglichenen Pausenstand bei (14:14). Auch Halbzeit zwei sollte eine enge Kiste bleiben. Sehr körperbetont und mit übermäßiger Härte ging es weiter. Wieder gerieten die Stiere in eine Phase mit fehlender Konzentration und Geduld. Fehler häuften sich und machten es umso schwerer, einen kleinen, hart erarbeiteten Vorsprung zu halten (18:16, 43.). Die Gegenwehr der Loitzer ließ nicht nach, das Tempo wurde noch einmal gesteigert. Eine aufgeheizte Stimmung läutete die Schlussphase der von 583 Zuschauern verfolgten Partie ein. Während die handballstete ein ums andere Mal am gegnerischen Keeper scheiterten, löste Yannick Raatz seinen Teamkollegen Janis Sarrach im Kasten ab, setzt dessen gute Arbeit jedoch gleich fort. Er war am Ball, als es drauf ankam – die Halle stand in ohrenbetäubenden Unterstützungsrufen. Begünstigt durch eine doppelte Unterzahl bei den Gästen aufgrund eines Wechselfehlers setzten sich die Stiere zum Ende hin durch und holten sich zwei wichtige Punkte beim Stand von 29:27. Einer leistete dabei ganz besonders viel: Lubomir Ivanytsia wuchs mit acht Toren über sich hinaus, brillierte mit einer Traumquote und von der Straflinie. „Dieses Spiel hat uns harte Arbeit abgefordert. Die unangenehme Abwehr der Gastmannschaft lag uns so gar nicht. Hinzu kommen Phasen, in denen wir unser Spiel nicht gut gemacht haben. Einiges aus unserem Matchplan wurde nicht umgesetzt“, schätzt Michael Gutsche ein. Die Körpersprache einiger Spieler ließ zu wünschen übrig. Die Fehlerzahl stellt nicht zufrieden. Doch der Coach sieht darin jenes Entwicklungspotenzial, um immer besser zu werden. Das müssen die Stiere auch. Ihre nächste Aufgaben werden nicht leichter: Am Sonnabend geht es auf die Insel Usedom. Eine Woche später kommt das Team von OSF Berlin noch Schwerin. Es folgen das Derby bei Empor II und dann, am vierten Advent, das Spitzenspiel gegen den Tabellenführer GW Werder in eigener Halle. Barbara Arndt Raatz, Sarrach – Runge 5, Fröbel, Wolf 4, Ivanytsia 8/2, Lesniak 3, Finkenstein 1, Wagner 2, Kortstegge, Müller 6, Christ, Gieratz