Wurfstark von vielen Positionen

Jonathan Åtting verfehlte den letzten Treffer und damit eine zweistellige Torezahl. Er steuerte stolze neun Tore bei. Foto: Dietmar Albrecht

Mecklenburger Stiere gewinnen zweites Heimspiel gegen Blau-Weiß mit 41:29 (20:14)

Die Handballstiere haben einen Durchmarsch hingelegt. Zugegeben: nicht von Anfang an. Dennoch dominierten sie die Partie gegen die Spielvereinigung Blau-Weiß Berlin und machten am Ende einer rasanten Partie den Sack zu. 70 Tore konnten die etwas mehr als 500 Zuschauer erleben. Dazu starke Abwehrarbeit, sehenswerte Spielzüge und Trefferglück von verschiedensten Postionen. Grund zu grenzenlosem Jubel gibt es nicht. Zu viele Fehler, manches Abstimmungsproblem und immer wieder Abläufe, die längst in die Mottenkiste gehören – es gibt auch dieses Mal Dinge aufzuarbeiten.
Doch zum Spiel. Das begann aus Sicht der Gastgeber mit einigen Anlaufschwierigkeiten. Ein junges Team aus Berlin setzte auf das eigene Konzept, welches den Mecklenburger Stieren so gar nicht lag. „Ein unangenehmes Spiel“ sollte Trainer Michael Gutsche später einschätzen. Schon nach ein paar Minuten gestatteten die Hausherren ihren Gästen eine erste Führung (2:3, 5.). Ein paar Minuten später fiel der Ausgleich, fortan übernahmen die Stiere und setzen sich beharrlich ab. Noch vor Ende der ersten Halbzeit bauten sie ihren Vorsprung auf acht Treffer aus (20:12, 27.). In die Kabine ging es mit versöhnlichem Pausenstand (20:14).

Auch in der folgenden Spielhälfte gab es Situationen, die überflüssig waren. Mit solidem Vorsprung ließen die Stiere zu oft die nötige Geduld beim Abschluss vermissen. Richtig schöne Spielszenen waren zu sehen, auch solche, die noch besser etabliert werden müssen, wie beispielsweise das Anspiel an den Kreis. Die Torhüter Janis Sarrach (1. HZ) und Yannick Raatz (2. HZ) machten einen soliden Job und erfreuten die Zuschauer mit einigen sehenswerten Paraden. Zm Ende stand ein verdienter Erfolg auf der Anzeigetafel.

Zwei Youngster bekamen in dieser Partie Gelegenheit, sich zu zeigen: Joaquim Grabow und Jesse Sickert machten ihren Sache gut, bewiesen Einsatzfreude und Kampfgeist. In beiden steckt Potenzial, schätzte Michael Gutsche ein. Das Publikum hatte auch diesbezüglich Grund zur Freude: bei erfahrenen Akteuren ebenso wie den ganz jungen. Das ganze Team tritt am Samstag erneut zum Heimspiel an. Dann geht es um 18.30 Uhr definitiv härter zur Sache. Und zwar gegen den Ludwigsfelder HC. Barbara Arndt

Geißler, Raatz, Sarrach – Runge 5/1, Wolf 8, Präckel 1, Lübbert 4, Kortstegge 3, Müller 1, Grabow 2, Sickert 4, Schwaß 4, Åtting 9

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